Anreise Lofoten über Schwedisch Lappland – Ich glaub mich knutscht ein Elch

Anreise Lofoten über Schwedisch Lappland – Ich glaub mich knutscht ein Elch

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Jaja… das ist kein Elch, das ist ein Rentier. Wissen wir selber- Elch auf Foto war nur leider aus. Der war zu schnell für uns…


 

Auf die Lofoten kommst du auf viele Weisen. Ob mit dem Auto durch den Süden Norwegens, durch Lappland, mit der Fähre, mit dem Zug oder mit dem Flieger, alles kann, nichts muss.

Aus Angst, wegen all der tollen Dinge im Süden Norwegens, dort zu „versacken“ und gar nicht erst auf den Lofoten anzukommen, haben wir uns dazu entschieden, erneut den schnellen und unspektakulären Weg durch Schwedisch Lappland zu nehmen.

Wie das so war und was du tun kannst, um dir die Fahrt nicht zu lang werden zu lassen, erfährst du hier:


Tag 1

Es ist Donnerstag Abend. Eigentlich wollten wir seit einer Stunde auf der Bahn Richtung Flensburg sein. Aber unsere vollen Terminkalender hatten uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Haus wollte noch geputzt, die restlichen Sachen im Wagen verstaut werden und wir irgendwie auch noch mal ne Mütze Schlaf nehmen.

Start: Freitagmorgen 1 Uhr. Trotz Nachtfahrt stellten sich die ersten 700 Kilometer als harter Ritt heraus. Dutzende von Baustellen erschwerten das Vorankommen.

Den ersten Zwischenstopp gönnten wir uns in Öresund auf Fünen. In der Nähe des Lidls mit Blick auf die große Mautbrücke am Großen Belt lässt es sich gut pausieren. Saubere Sanitäranlagen, Dünen und Sandstrand in Sichtweite sowie schöne Sitzmöglichkeiten sorgen erst einmal für Entspannung, ehe es weiter geht.

Nach Passieren der zweiten Mautbrücke (Infos hier) dann die ersten Urlaubsgefühle.

„Warum ich Skandinavien so liebe? Weil ich dich immer wenn wir hierher fahren noch ein bisschen mehr liebe als sonst schon.“

seufzt Miri. Hier in Schweden hatten wir uns 2012 auf unsere erste gemeinsame Trekkingtour gemacht. Seitdem zieht es uns immer wieder in nordische Gefilde.

Zugegeben aber: Das Fahren hier wird zwar entspannter weil einfach deutlich weniger Verkehr auf der Straße ist, die Tempolimits sehr einheitlich und konstant bei 110 km/h liegen und die Straßen sich recht gut ausgebaut und schnurgerade durch die Landschaft schlängeln, dafür gibt es rechts und links des Weges aber auch erst einmal außer eingezäunten Waldabschnitten nicht viel Interessantes zu entdecken.

Gegen sieben Uhr durchqueren wir endlich Stockholm. Direkt dahinter wollen wir unsere erste Übernachtung machen.

Perfekt: der erste offizielle Rastplatz hinter Stockholm an der E4 kurz vor Uppsala. Kuschelig auf einer großen bewaldete Fläche angelegt findest du Sitzmöglichkeiten satt und tolle Sanitäre Anlagen. Wir nutzen eine der Sitzgruppen um gemütlich unser Abendessen zu kochen und schlagen unser Zelt anschließend in einer Fichtenschonung direkt daneben auf.

Tageskilometer:
1567 km


Tag 2

Wir lassen uns Zeit. Schließlich haben wir Urlaub. Wollten wir ursprünglich die Lofoten am Samstag- also heute- erreichen, so wissen wir: das wird eh nix mehr. Unmöglich zu schaffen. Daher beginnen wir den Tag entspannt mit einem ausgiebigen Frühstück und Sportprogramn. Anschließend hängen wir unsere Reisedusche auf und widmen uns der Morgentoilette. Um elf schließlich sitzen wir wieder in den Polstern. Weiter geht’s. Nächstes Etappenziel: das Autobahnkreuz E4/E10 kurz vor dem Polarkreis.

Die Eintönigkeit der Strecke setzt sich fort. Na ja, darauf hatten wir uns ja mental schon eingestellt. Noch ein Zwischenstopp hinter Sundsvall und wieder weiter.
In der Dämmerung passieren wir den Abzweig und wechseln auf die E10. Kurz vor Överkalix dann das erste Highlight: eine Elchkuh mit ihren beiden Jungen stolziert im aufsteigenden Abendnebel mitten über die Fahrbahn. Leider zu schnell für unsere noch in den Taschen verstauten Kameras, aber da war sie wieder: die Urlaubseuphorie! Begeistert und neu motiviert beschließen wir: So muss ein guter Fahrtag ausklingen. Ein paar Meter weiter finden wir einen Waldweg und Steppe. Perfekt für unser Zelt! Wir bauen unser Heim auf, sammeln etwas trockenes Gestrüpp und feiern das Elcherlebnis bei Grillwurst überm Lagerfeuer und einem kühlen Bier in unseren tollen neuen Helinox Stühlen

Tageskilometer
921

Mückenalarm in Lappland

Tag 3

Ankommen, yeah!

Heute ist der Tag aller Tage! Heute werden wir unser erstes Urlaubsziel erreichen und wir wissen: Heute haben wir die landschaftlich tolle Strecke durch Lappland vor uns!
Ankunft in Å in 9 Std 14 Min. Das ist natürlich noch mal ein Wort! Egal. Wir fahren so weit wir kommen, beschließen wir,

denn ab heute ist Urlaub! So!

Wir fahren erst einmal ohne Kaffee und ohne Morgendusche los, denn direkt am Eingangsschild der Kommune Kiruna erwartet uns ein klasse Rastplatz mit See und Brücke.

Doch zuerst: Polarkreisüberquerung! Yes!

Welcome to the Arctic

posten wir auf FB. Jetzt ist Urlaub! Und zwar richtig!

Über den Polarkreis- immer wieder ein Highlight

An besagtem Rastplatz frühstücken wir ausgiebig in der Sonne. Was für ein Glück wir mit dem Wetter haben! Ein beherzter Sprung in den See ersetzt unsere Morgendusche.

Dann noch schnell die Trinkwasservorräte an der Zapfstelle direkt neben den WCs aufgefüllt und weiter geht’s.

Kurz vor Kiruna dann die ersten Rentiere auf der Straße. So viele wie im Mai vor zwei Jahren sind es nicht. Wir befinden uns mittlerweile im Übergang vom Rentiersommer in den Rentierherbst, wo sich die Tiere in die tieferen Lagen zurückziehen ehe sie gegen Ende August zusammengetrieben werden.

Ein besonders hartnäckiges Exemplar lässt sich auch durch unser Auto nicht beeindrucken und tritt erst die Flucht in den Graben an, als von hinten weitere Fahrzeuge anrollen.

Rentier

Hinter Kiruna wird die Landschaft dann immer schöner und schöner. Tatsächlich liegt sogar jetzt im Hochsommer noch Schnee auf den Wipfeln des Hochgebirges, während hier unten alles sattgrün und bunt blüht.

In etwa auf halber Strecke passieren wir die Grenze nach Norwegen. Klein und unscheinbar- zack- schon ist man drüben. Von nun an wird es noch schroffer und wild romantischer. Während hier im Mai 2013 noch alles unter einer meterhohen Schneedecke ruhte, sehen wir jetzt tiefgrüne Sträucher, kristallklare Seen und Flussläufe, die sich über Felsen und Hügel schlängeln.

Noch ca. 350 km bis zum erklärten Tagesziel A i Lofoten.

Nach einem Tank- und Raststopp in Svolvaer fühlen wir uns wie fast schon da. Hier beginnt für uns das schönste Stückchen der Lofoten. Verträumt schauen wir aus dem Fenster. Hinter jeder Kurve ein neues Highlight!

Nach 734 Tageskilometern und fast 10 Stunden reiner Fahrtzeit erreichen wir endlich den freien Campingplatz ganz am letzten Zipfelchen der Lofoten.

 

Merkst du was?

 

 

Ja. Hier waren wir schon mal. Und wir sind sicher:

Hierher werden wir auch immer wieder zurückkehren! 🙂

In diesem Sinne: alles Liebe

Andy, Miri und Skar


Ach ja: du möchtest auch mal herkommen, aber hast echt Respekt vor der langen Autofahrt? Dann lies hier unsere Tipps für lange Fahrten ohne Langeweile – darin sind wir nämlich Profis! 😉


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Hi, wir sind Andy, Miriam und Akim. Als zwei Vollzeit Angestellte meistern wir unseren Alltag in klassischen 9-5 Jobs und fühlen uns damit sehr wohl! Dass sich auch so ein Leben mit jeder Menge Abenteuer füllen lässt, zeigen wir dir auf unserem Blog