Trekking in Myanmar – von Einbeinruderern und Giraffenhalsfrauen

Trekking in Myanmar – von Einbeinruderern und Giraffenhalsfrauen

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Wie spät ist es? Erschrocken schauen wir auf unsere Handys. Ah, erst sechs, gleich geht der Wecker. Wir fühlen uns, als ob wir zwei Tage durchgeschlafen haben. Entspannt und ausgeruht. Um sieben gibt´s Frühstück, um acht geht´s weiter Richtung Inle Lake. Wir drehen uns noch einmal um. Claudi und Andreas gegenüber ratzen auch noch.

Tag 2

Das Frühstück ist genauso reichhaltig wie alles andere, was unsere beiden Guides uns bislang auf der Tour gezaubert haben. Sogar Pfannkuchen gibt es. Etwas sehnsüchtig schauen unsere Tischnachbarn zu uns herüber.

„Wow! Pfannkuchen!“

Wir teilen. Auch ihre Trekkingführer haben Tolles aufgetischt, die Pfannkuchen von unseren jedoch sind der Renner.

Pünktlich um acht schultern wir unsere Tagesrucksäcke und machen uns auf. So einsam wie am ersten Tag sind wir nicht mehr. Auf den Feldern sind schon die ersten Bauern am Werke. Ein paar Meter weiter wird eine Rinderherde zusammengetrieben.

Der Weg wird buckeliger, die Landschaft langsam grüner- zumindest ein bisschen.

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Da! Eine Schlange!

Andy ist noch immer auf der Suche. Na ja, zumindest eine Schlangenhaut ist es, die da oben im Geäst hängt. Es gibt sie also wirklich hier. Irgendwo haben sie sich verkrochen.

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Am späten Vormittag erreichen wir erneut ein kleines Dorf. Wir füllen unsere Wasservorräte in dem kleinen Lädchen am Wegesrand auf, da sehen wir in der Ferne einen Tross Menschen. Zum ersten Mal begreifen wir, dass die Route zwischen Kalaw und dem Inle Lake tatsächlich eine Touristenroute ist. Hatten wir am ersten Tag noch keinen einzigen Touri neben uns gesehen, so treffen wir jetzt am zweiten Tag immer wieder auf andere Gruppen. Wir denken an die große, sich noch im Bau befindende Hotelanlage, an der wir am Vortag vorbeigekommen sind und bekommen eine Vorstellung von dem, was hier in nur wenigen Jahren los sein wird. Dankbar, dass wir noch so viel Ursprüngliches sehen dürfen ziehen wir weiter.

Steinig bergab geht es nun. Immer wieder kommen uns Bauern und Feldarbeiter mit geschultertem Werkzeug oder zusammengebundenen Bündeln, die sie rechts und links an einen dicken Baumstamm geschnürt haben, entgegen.

Unsere Guides haben Spaß mit uns vieren
Unsere Guides haben Spaß mit uns vieren

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Irgendwann wird der Weg wieder eben. Neben uns breitet sich eine Art Wald aus. Die gut ausgebaute Straße führt uns zum nächsten Dorf. Zwischen dem Grün schaut eine halb verfallene Pagodenanlage hervor. Mystisch sieht das aus!

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Doch wir biegen links ab. Offenbar ist der See nun nicht mehr weit. Immerhin ist es schon früher Nachmittag und so langsam macht sich wieder etwas Hunger bei uns breit. Wir überqueren einen Fluss in dem Frauen geschäftig die Wäsche waschen und erreichen einen großen Platz. Hier wimmelt es vor Touristen. Wir sind da, schlussfolgern wir. Unsere Guides organisieren uns Plätze im Schatten eines großen Baumes mit Blick auf den Flusslauf. Bunte Boote treiben im Wasser. Es dauert nicht lange, dann haben wir dampfenden Reis mit frischem Gemüse vor uns stehen. Lecker!

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Nach einer ausgiebigen Pause machen wir uns auf zum Eingang des Nationalparks. Hier zahlen wir den Eintritt und den Preis für das Boot samt Fahrer. Erstaunlicherweise werden neben Kyatt und Dollar sogar Euros angenommen. Und ab geht´s aufs Wasser- was für ein Ritt!

Der Motor knattert laut, der Fahrtwind peitscht uns ins Gesicht. Nach einer Weile erreichen wir einen der hier typischen Pfahlbauten. Jetzt beginnt das Touriprogramm. Wir werden durch ein paar Verkaufsräume geführt- das scheint irgendwie dazu zu gehören. Jedoch anders als in anderen asiatischen Ländern sehr angenehm unaufdringlich. Gerne würden wir etwas kaufen, denn alle sind so nett und ruhig, jedoch will uns so recht nichts gefallen, von dem Silberkunstwerk und den gewebten Stoffen. So eine schöne Tasche, wie wir sie gestern im Bergdorf gesehen haben, finden wir hier nicht mehr. Miri ärgert sich ein wenig, dass sie dort keine mitgenommen hatte, das wäre ein schönes und nützliches Andenken gewesen.

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Zurück auf dem Wasser rudern sich einige geschäftige Frauen an uns heran. Wir kaufen einen Bund Mini-Bananen für einen Euro. Zufrieden ziehen sie von dannen.

Dann beginnt die lange Fahrt über den See. Der Fahrer beschleunigt und es wird kühl und ungemütlich. Immer wieder kommen uns Boote entgegen in denen große Regenschirme die Insassen vor der Kälte des Fahrwindes und dem Spritzwasser schützen. Wir mummeln uns einfach dick ein in unsere Jacken. Zwischendurch halten wir an und sehen die bekannten schwimmenden Gärten und die für den Inle Lake so typischen Einbeinruderer.

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Gegen sechs Uhr Abends erreichen wir den kleinen Hafen von Nyaung Shwe.

Die Unterkunft

Unser Hotel, das Gypsy Inn liegt direkt am Hafen. Und so ist es nur ein kurzer Fußmarsch hinüber. Wir hatten es von Kalaw aus vorbuchen lassen. Es ist eine unserer teuersten Unterkünfte auf dieser Tour, dafür aber auch angenehm sauber. Zum ersten Mal haben wir Dusche und WC auf dem Zimmer und sogar eine Klimaanlage- klasse! Unsere Trekkingrucksäcke warten schon sorgsam verschnürt auf uns, als wir einchecken. Nichts ist weggekommen, die Tour ist für uns rund und perfekt!

Hafen in Nyaung Shwe
Hafen in Nyaung Shwe

Essen

Der Inle Lake ist eine der touristisch am besten erschlossenen Gegenden in Myanmar. Abends verabreden wir uns mit Claudi und Andreas, die am anderen Ende der Stadt vorgebucht hatten. Unser Hotel bietet uns Leihfahrräder an, so dass wir schnell im Zentrum des Geschehens sind. Viele Bars und Restaurants laden zum Verweilen ein. Besonders begehrt ist hier das kostenlose W-Lan. In den Hostels hatten wir bisher vergeblich mit dem Empfang gekämpft. Nun konnten wir zum ersten Mal seit zwei Wochen ein digitales Lebenszeichen in die Heimat schicken. Ein schreckliches Bild: Da sitzen wir nun, zu viert nebeneinander im Restaurant und starren gebannt auf unsere Handys. 😉

Nach kurzer Zeit jedoch sind die Heimatbotschaften abgeschickt und wir genießen das Essen, die Atmosphäre und träumen uns gemeinsam zurück in die letzten zwei Tage, die uns vorkommen, wie ein Besuch in einer anderen Zeit und Welt…


Kontakt

zu unserem Guide That Khaing könnt Ihr über: mikashy007@gmail.com aufnehmen- diese Adresse hatte er uns damals gegeben


Und sonst?

kannst du am Inle Lake auch prima eine Radtour unternehmen oder über den Markt stromern


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