Unterwegs mit Auto und Zelt – mit Car Camping günstig und unabhängig reisen

Unterwegs mit Auto und Zelt – mit Car Camping günstig und unabhängig reisen

Dieser Beitrag enthält Werbung für Produkte, die wir nutzen und uns selbst gekauft haben. Eine Kooperation oder ein Sponsoring gibt zu den Produkten nicht. Beitrag enthält Affilliate Links, die wir mit einem * kennzeichnen. Mehr Infos unten in der Fußzeile.


Gut und günstig reisen und dabei noch so richtig viel sehen? Geht nicht? Stimmt. Aber fährt!

Am Trekking lieben wir, dass wir so nah an der Natur sind, am Carcamping die gleiche Einfachheit aber als Plus den hohen Sightseeingfaktor.

Entstanden ist unsere Freude am Carcamping durch eine dumme Schnapsidee 2012. Nach unserer Trekkingtour in Schweden hatten wir ja festgestellt: das mit dem Urlauben klappt gut zusammen.

Nun hatten wir beide noch zwei Wochen Resturlaub, wenig Zeit zum Planen und ganz viel Lust auf ein verrücktes Abenteuer.

„Wir machen Frankreich mit Auto und Zelt- aber ohne Campingplatz!“ platze es aus Andy heraus. „Geil!“ Miri war dabei. Unser Ziel: Jeden Tag woanders zelten, am besten an verrückten Plätzen in der Natur.

Gesagt getan: wir besorgten einen Reiseführer und starteten los.

Mittlerweile waren wir mit Auto und Zelt nicht nur in Frankreich (2012), sondern auch ein Wochenende auf Fehmarn (2012), ein Wochenende in Dänemark (2013), in Norwegen bis hoch zum Nordkap (2013 und 2015), in Großbritannien (2013), im Oman (2017) in Island (2017) und in Kanada und Alaska (2017). Und wir lieeeeben diese Art zu Reisen!!!


Du willst auch mal? Dann kommen hier unsere Tipps mit allem, was du wissen musst:

Vorbereitung

Wenn du magst, google vorab im Internet und besorge dir einen Reiseführer. Wir persönlich finden einen guten Reiseführer unerlässlich, stellen uns vorher immer grob eine Route zusammen und fahren dann los. Der Beifahrer ist für die Spontanabstecher zuständig. Er guckt parallel im Führer, was es hier in der Ecke gerade Interessantes zu sehen gibt und wir entscheiden dann spontan, ob wir einen Schlenker dorthin fahren.


Essen und Trinken

In Ländern, in denen wir vorher schon wissen, dass das Preisniveau sehr hoch ist (wie zum Beispiel Norwegen- 7 EUR für ein Toastbrot sagen wir nur…), decken wir uns daheim mit ausreichend Lebensmitteln ein. Hierfür haben wir zwei große transparente Boxen mit Deckel, die wir während der Fahrt mit Ratschen an den Kindersitzhalterungen der Rückbank fixieren, damit sie uns im Falle eines Unfalls nicht in den Rücken fliegen. Darin werden empfindliche Lebensmittel nicht gequetscht und wir sehen schon von außen, was in welcher Box drin ist.

Außerdem findest du in der Regel vor Ort auch immer etwas Essbares in freier Wildbahn. So haben wir in Frankreich am Strand Miesmuscheln gesammelt, in Schweden und Großbritannien Pilze gesucht, morgens schmeckt der Pfannkuchen mit Beeren vom Strauch umso besser und der ein oder andere Fisch hat auch immer mal zum Essen vorbeigeschaut.

Zum Kochen haben wir unseren Primus Gaskocher*  dabei. Er lässt sich einfach von der Kartusche abdrehen und winzig klein zusammenklappen, ist also auch zum Trekken perfekt. Passendes Trekkinggeschirr, das sich ineinander verschachtelt transportieren lässt, gibt´s im Handel.

 

 

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Geld und Währung

Da gibts es für uns in der Regel nichts vorzubereiten. Wie schon das ein oder andere Mal hier erwähnt, haben wir immer unsere normalen EC-Karten und unsere Premium- Kreditkarte dabei. In Europäischen Ländern ist damit die spontane und kostenlose Bargeldbeschaffung kein Problem und wichtige Versicherungen sind noch dazu mit drin.


Unterkunft und Schlafen

Our Car is our Castle… beim Carcamping lebst du quasi tagsüber in deinem Auto. Nachts ziehst du ins Zelt um. Wenn du ohne vierbeinigen Kumpel reist und einen Kombi hast, kannst du bestimmt auch mal gut im Kofferraum nächtigen. Freunde von uns haben sich zum Beispiel einen Transporter umgebaut, so dass sie immer eine große Matratze im Wagen liegen haben und in einer Holzkonstruktion darunter ihre Sachen verstauen können…. finde deinen Weg! (Update! Wir persönlich reisen nun seit Sommer 2018 mit eigenem Campervan und fühlen uns seitdem jeden Tag im Urlaub wie im Luxusresort. Damit haben wir uns einen echten Lebenstraum erfüllt…)

Wenn du mit Zelt oder Campervan reist, solltest du natürlich wissen: Wildcampen ist in den meisten Ländern verboten. Campingplätze sind jedoch nicht so recht etwas für uns. Wir lieben es, möglichst alleine in der Natur zu sein. Wenn du auch nicht auf offizielle Campingplätze zurückgreifen möchtest, beachte aber bitte unbedingt folgendes:

  1. Verhalte dich diskret. Parke anderen die Sicht nicht zu. Bau deinen Tisch – insofern vorhanden- wirklich nur zum Essen auf, breite dich nicht um dich herum aus, als gehöre der Platz dir alleine
  2. Verhalte dich ruhig. Leise etwas Musik aufzudrehen hat sicherlich noch keinen belästigt, aber beschalle nicht die ganze Umgebung. Spätestens um 22 Uhr sollte die Musik aus oder wirklich nur noch sehr ruhig sein. Schrei nicht laut herum.
  3. Nimm deinen Müll mit- den Gesamten! Ja, Bananenschalen sind organisch, und Salatblätter auch. Klopapier zersetzt sich schnell… Aber all das gehört sicherlich nicht unbedingt in den Ökokreislauf des Platzes, an dem du gerade stehst. Essensreste ziehen Ameisen an und sehen noch dazu nicht appetitlich aus. Noch schlimmer ist es mit WC- Papier. Wir hassen es (und das Wort „hassen“ ist hier nicht übertrieben gewählt) wenn es überall von kleinen weißen „Fähnchen“ wimmelt. Noch ekeliger sind die größeren Hinterlassenschaften, die man doch dezent mit Blattwerk und Steinen abdecken und im Vorfeld auch etwas weiter abseits platzieren könnte. Also: Auch Essensreste und WC- Papier gehören in den Müllsack und nicht in die Natur!
  4. Wähle außerdem deine WC- Stelle so, dass sie keinen anderen belästigt.
  5. Wenn du schon wenig Geld für Unterkünfte ausgibst, lass etwas Geld auf anderer Weise im Land. Zum Beispiel für tolles lokales Essen oder Eintrittspreise in Sehenswürdigkeiten.

Wir sind bislang noch nirgendwo angeeckt oder wurden vertrieben. Im Gegenteil: ein paar Male sind wir schon mit netten Leuten in Kontakt gekommen. So in Wales, wo wir auf einem Besucherplatz in Caerwent eigentlich erst mal nur gemütlich was essen wollten. Ein Platzaufseher kam zu uns und meinte: „Hey, ich sehe, ihr seid gut organisiert, lasst hier nichts rumliegen und macht hinter euch wieder sauber. Reist ihr mit Zelt? Wenn ihr mögt könnt ihr das da hinten aufstellen, ich schließe jetzt den Parkplatz ab.“

Auf diese Weise haben wir schon an vielen richtig sensationellen Orten geschlafen

 

 

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Norwegen 2015
Lofoten 2013

Und auch auf vielleicht eher unkonventionellen Plätzen 😉

 

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Skar passt übrigens prima mit ins Zelt und hält uns kuschelig warm.


Körperhygiene

ist ein nicht zu unterschätzender Punkt beim Carcamping, wenn du wildzeltest. Auf der Isle of Sky hatten wir in einem Supermarkt mal drei deutsche Jugendliche vor uns, die konnten wir noch fünf Gänge weiter erschnüffeln. Wenn dich das nicht stört, kannst du das so machen- wir finden aber: musst du nicht.

Körperhygiene ist uns auf unseren Touren sehr wichtig. Jeden Tag waschen wir uns gründlich und mindestens jeden zweiten Tag muss geduscht oder gebadet werden. Hier helfen Feuchttücher für zwischendurch und eine Reisedusche. Früher haben wir uns einfach mit Leitungswasser aus normalen Wasserflaschen geduscht. Geht auch. Je nachdem wo du bist, kannst du dich auch auf einem Rastplatz oder einem öffentlichen WC klasse waschen. In Frankreich auf den Mautstraßen gibt es z.B. tolle und saubere öffentliche Räume. In Skandinavien gibt es auf Rastplätzen oft beheizte WCs mit eigenem Waschbecken. Auch hier geht das Waschen problemlos und noch dazu bei kuscheligen Temperaturen. Ansonsten hilft das ein oder andere Mal ein beherzter Sprung in den Fluss oder See. Du wirst dich großartig danach fühlen!

 

 

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Was brauchst du noch?

Das richtige Equipment

Boxen und Taschen für Gepäck und Lebensmittel

Die Lebensmittel haben wir wie schon gesagt in Klarsichtboxen* verstaut. Alles andere haben wir in z.T. farbig unterschiedlichen wasserdichten Taschen*. So sehen wir schnell, welche Tasche wir gerade benötigen und zudem sind unsere Sachen geschützt, wenn wir sie mal auf nassem Grund abstellen.


Stirnlampe

Du wirst oft im Dunkeln dein Zelt aufbauen, oder zumindest im Dunkeln kochen. Und wenn auch das nicht, dann wirst du dennoch nicht ausschließen können, dass du nachts mal kurz im Busch verschwinden möchtest. Dass du irgendwie Licht für unterwegs brauchst, versteht sich da von selbst. Eine Stirnlampe* hält dir beide Hände frei- das wird das ein oder andere Mal nützlich sein.


Ein guter Gaskocher und Trekkinggeschirr

Am idealsten ist ein Aufsatzkocher* für eine Gaskartusche. Flexibel und platzsparend. Ein Grillrost haben wir auch immer dabei. Drei große zusammengelegte Steine als Auflage, etwas Brennholz dazwischen und fertig ist der Outdoorgrill.


Isomatte

Wir haben beide Matten von Therm a Rest*. Wichtig bei der Wahl war uns, dass sie dick genug sind für kältere Gefilde, aber dennoch leicht genug für eine Trekkingtour. Miri hatte zunächst eine günstige Matte von Decathlon. Die war für 99% unserer Touren auch super, lediglich in Norwegen etwas zu dünn für die kalten Temperaturen. Daher haben wir nun beide diese hier:*


Schlafsack

Unsere sind von Deuter und Mammut, aber auch wieder nur deshalb, weil wir auch bei kälteren Temperaturen zelten und sie sich durch die Häufigkeit der Einsätze mittlerweile gut bezahlt gemacht haben. Auch hier hatte Miri lange einen günstigen von Decathlon, der bei normalen Temperaturen immer vollkommen ausgereicht hat. Leichte Qualitätsunterschiede merkt man an Verarbeitung, Kuscheligkeit und den Reißverschlüssen. Hier geht’s zu unseren Schlafsäcken bzw. dem Nachfolgermodell*:


Ein Zelt

Andy hat schon seit Urzeiten ein kleines Jack Wolfskin Trekkingzelt, ähnlich wie dieses hier von Hilleberg* Es bietet gerade genug Platz für uns drei und ist ruckzuck aufgebaut. Der Vorteil beim Carcamping ist ja, dass du alles andere im Auto lassen kannst. Im Zelt benötigst du also keinen Stauraum mehr. Gleichzeitig können wir das leichte kleine Zelt auch für Trekkingtouren verwenden. Perfekt!


Ein 5 Liter Wassertank

Spülen, Waschen, Trinken- genügend Wasser ist immer wichtig. Den Wasserkanister* kannst du an Seen, Rastplätzen oder Tankstellen auffüllen.


Reisedusche

Unsere Reisedusche leistete uns 2013 in Großbritannien beste Dienste. Frostbeulen können auch etwas auf dem Gaskocher erwärmtes Wasser mit hineingeben. Wahnsinns Packmaß, also auch super zum Trekken, diese Outdoor Dusche*


 Reisekissen

Kein Musthave- du kannst auch auf einer zusammengelegten Flecejacke gut schlafen. Aber ein richtiges kleines Kissen- wenn man schon mit dem Auto reist und nicht auf jedes Gepäckstück achten muss ist uns das der Komfort wert! Schau hier: unsere neueste Errungenschaft!*


Schonbezüge

Schütze dein Auto. Das Rein- und Raus der Boxen und Taschen, ggf. mal eine Nacht im Auto… das alles strapaziert dein Transportmittel. Zieh Schonbezüge auf (auch wenn’s sch.. aussieht, da muss das Auto jetzt durch), lege ggf. noch ein Decke oder Plane darunter.

Dachträger und Dachbox

Unser Auto ist recht klein. Die nächste Wahl wird ein Kombi sein, aber das dauert noch ein bisschen. Daher hat uns unsere Dachbox bislang schon gute Dienste geleistet. Hier können wir hervorragend Angelausrüstung, Skars Futter, Ersatzschuhe und Wasserreserven lagern. Lass dich also nicht von der Größe deines Gefährten aufhalten. Dachträger gibt es tatsächlich für fast alle Automodelle mit vier Türen.


Sonst noch was?

Nö.

Außer: richtig viel Lust, richtig viel zu sehen!

 

 

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Noch mehr aktuelle Ausrüstungstipps gibt es übrigens hier: 23 Must-Haves für Outdoorbegeisterte

Entweder für dich selbst, oder auch als Geschenkidee für deine Freunde 😉


Fragen? Schreib uns an hallo@reiseadrenalin.de


Folge Andy und Miriam:

Hi, wir sind Andy, Miriam und Akim. Als zwei Vollzeit Angestellte meistern wir unseren Alltag in klassischen 9-5 Jobs und fühlen uns damit sehr wohl! Dass sich auch so ein Leben mit jeder Menge Abenteuer füllen lässt, zeigen wir dir auf unserem Blog